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Klaus Weber

Steuererklärung für Selbstständige in Deutschland: Ein praktischer Leitfaden

Welche Steuern zahlen Selbstständige in Deutschland? Als Selbstständiger in Deutschland sind Sie in der Regel einkommensteuerpflichtig und müssen Umsatzsteuer abführen, sofern Sie die Kleinunternehmergrenze von 22 000 EUR nicht überschreiten. Gewerbetreibende zahlen zusätzlich Gewerbesteuer. Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung Die meisten Selbstständigen erstellen eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung, kurz EÜR. Dabei ziehen Sie Ihre Betriebsausgaben von Ihren Einnahmen ab. Das Ergebnis ist Ihr zu versteuerndes Einkommen. Die EÜR ist einfacher als eine doppelte Buchführung und für die meisten Freiberufler ausreichend. Absetzbare Betriebsausgaben Viele Selbstständige wissen nicht, welche Ausgaben sie steuerlich geltend machen können. Dazu gehören Büromiete oder ein anteiliger Homeoffice-Abzug, Fachliteratur und Weiterbildungen, Reisekosten für berufliche Fahrten, Telefon- und Internetkosten sowie Softwarelizenzen und Arbeitsgeräte. Vorauszahlungen nicht vergessen Das Finanzamt erwartet von Selbstständigen vierteljährliche Steuervorauszahlungen, jeweils zum 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember. Wer diese Fristen verpasst, zahlt Nachzahlungszinsen. Es empfiehlt sich, monatlich einen festen Prozentsatz der Einnahmen zurückzulegen. Wann lohnt sich ein Steuerberater? Ab einem Jahresumsatz von etwa 30 000 EUR lohnt sich in den meisten Fällen die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater. Er kennt alle relevanten Abzüge, vermeidet teure Fehler und kann bei einer Betriebsprüfung durch das Finanzamt unterstützen. Die Beratungskosten selbst sind übrigens ebenfalls steuerlich absetzbar.
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Klaus Weber